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Pressemitteilung: 14. Juni 2007
Private Fluglärm-Messungen sind nicht aussagekräftig!
Stadt-Messtechniker Hermann Jell warnt vor falschen Schlussfolgerungen
Eine Modeerscheinung hat nun auch Salzburg erreicht. Über das Internet ist die Stadt Salzburg mit einer (!) privaten Messstelle an den Deutschen Fluglärmdienst e.V. angeschlossen. Die damit ermittelten Daten sind aber „alles andere als aussagekräftig“. Das betont der seit fast 20 Jahren mit dem Flughafen beschäftigte Messtechniker der Stadt Salzburg, Dipl. HTL-Ing. Hermann Jell.

„Einfach gesagt, weiß ein privates Messgerät nicht, wann es sich um ein Flugzeug handelt und wann um einen Rasenmäher oder einen Lkw, der gerade vorbeifährt. Hier wird mit Wahrscheinlichkeiten gerechnet, Lärmdaten werden zum Teil willkürlich Flugzeugen zugeordnet. Ein objektives, den Normen entsprechendes Gesamtergebnis ist damit schlicht und einfach nicht zu erzielen.“

Nur wenn man Lärmdaten und Flugweg exakt kombinieren könne, seien derartige Messungen aussagekräftig. Deshalb verbinde das von der Stadt Salzburg, als unabhängiger Instanz, seit 1990 betriebene „Flugweg- und Fluglärmmesssystem“ die Radar-Aufzeichnungen der Flieger mit sechs stationären und einer mobilen Lärm-Messstelle.

Rund 800.000 Euro wurde in die Anlagen investiert. „Damit ist jederzeit exakt und objektiv nachvollziehbar, wann und wo welches Flugzeug wieviel Lärm erzeugt hat“, so Jell. Er verfügt mittlerweile über mehr als 100 Milliarden Messdaten und mehr als 300.000 Flugzeuganalysen. Und weiß deshalb, dass 95 Prozent der Flugzeuge, die in Salzburg starten und landen dem Kapitel 4 Standard der ICAO (Internat. Luftfahrtorganisation) entsprechen: „Das heißt, sie zählen zu den leisesten der Welt…“


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